Grunbach 2: Knapper Heimsieg gegen Crailsheim

Ein spannendes Match zweier nominell vergleichbarer Teams der Landesliga endete mit einem etwas glücklichen aber verdienten 5:3 Sieg von Grunbach 2 gegen Crailsheim 1.

Hasso Hof (Brett 8) konnte in ausgeglichener Stellung scheinbar mühelos einen starken Königsangriff starten, der überraschend rasch zum Sieg führte. Am Nachbarbrett 7 geriet Michael Graf hingegen langsam aber sicher unter Druck und musste schließlich aufgeben, nachdem sein Gegner im Angriff wichtige Bauern gewann.

Peter Morlock (5) gab früh einen Bauern für offene Linien und Kompensation, nach einigen Vereinfachungen kam dann ein doch remisliches Springerendspiel aufs Brett, die Punkte wurden geteilt.

Inzwischen konnte Neuzugang Jürgen Hartlieb Zug am Spitzenbrett für Zug seine Stellung verbessern und starken Druck mit einem fest in der gegnerischen Stellung verankerten Springer erzeugen. Materialgewinn und die Grunbacher Führung waren die Folge nach dieser schönen Partie aus einem Guss.

Am Nachbarbrett 2 agierte Thomas Fischer etwas leichtsinnig und öffnete die Stellung etwas zu sehr. Danach öffneten sich Linien gegen den eigenen König, Materialverlust war unvermeidbar, es stand wieder unentschieden.

Jonas Hetz (4) investierte im Mittelspiel wie gewohnt viel Zeit und gewann tatsächlich einen Bauern, denn es dann bei knapper werdender Bedenkzeit zu behalten und zu verwerten galt. Die Bedenkzeitregelung mit Inkrement (30 Sekunden Gutschrift für jeden Zug) beherrscht Jonas inzwischen perfekt, so dass er seinen Materialvorteil mit immer nur Sekunden auf der Uhr sogar ausbauen konnte und sicher gewann.

Udo Bangert (3) landete nach unkonventioneller Eröffnung des Gegners in einer leicht gedrückten Stellung, aus der er sich gewohnt sicher befreite und langsam vorrückte. Der Gegner opferte dann einen Läufer und konnte sich Dauerschach und damit remis sichern.

Das sechste Brett sah eine Achterbbahnfahrt mit dem glücklichen und besseren Ende für Andrej Durica. Zunächst konnte er den König in der Mitte halten und Druck aufbauen, aus dem sich der Gegner schrittweise befreite und zum Gegenangriff überging. In Zeitnot wurden auf beiden Seiten wohl einige Chancen nicht genutzt, nach etwa 5 Stunden Spielzeit stand dann der Sieg für Andrej und damit Grunbach fest.

Thomas Fischer

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