Frühling im Zeitraffer

Der Spieltag begann eher ungemütlich für Grunbach - da ein Fahrer
verschlief, mussten zwei Schachkollegen bei eher frostigen Temperaturen
um die drei Grad ausharren, bis der Ersatzverkehr aus Grunbach kam. Da
Kapitän Bernd Krüger aber wie stets genug Puffer geplant hatte, konnte
uns auch das nicht vom Kurs abbringen. Kurz nach 9 Uhr landete also
Grunbach 5 in Bestbesetzung im noch leicht verschneiten Alfdorf.

Es ging um die Ehre, Grunbach 4 beim Aufstieg den Steigbügel halten zu
dürfen. Grunbach 5 war auf dem zweiten, Alfdorf auf dem dritten Platz,
und bei einem Alfdorfer Sieg hätte sich das noch gedreht.
Dementsprechend war Alfdorf auch vollzählig angetreten.

Allerdings nicht ganz in Bestbesetzung, was Grunbach an Brett 8 einen
zügigen Sieg von Schachfreund Ulf Herrmann einbrachte. Allerdings, bei
der Saison, die Ulf spielt (5 aus 5 für Grunbach 5) lag es aber
wahrscheinlich nicht am Gegner. Mit dem einen Punkt Vorsprung im Rücken
einigten sich Jürgen Hammel (Brett 2) und Frank Dietermann (Brett 5) auf
je ein zügiges Remis.

An den anderen Brettern wurde es spannender. Georg Nadj stürzte sein
Material in einen Königsangriff, Günter Döbert musste sich desgleichen
erwehren, Thomas Hauser spielte zweischneidig und Bernt Hildenstein
wurde zusehends eingeschnürt. Nur am ersten Brett schien sich ein
Vorteil für Grunbach abzuzeichnen.

Innerhalb der Stunde setzen sich dann aber draußen die Sonne, und
drinnen die Grunbach zunehmend durch. Georg Nadj zerlegte die Deckung
des gegnerischen Königs nach den Regeln der Kunst, und brachte uns 3:1
in Führung. Günther Döbert entwickelte sich, und wickelte sodann den
Gegner in das Mattnetz ein. Mit einem 4:1 und noch drei laufenden
Partien sah die Welt schon recht freundlich aus.

Einen kleinen Dämpfer gab es für uns, als Thomas Hauser die Gelegenheit
zum einzügigen Matt übersah. Leider war es die Gelegenheit des Gegners,
und der nutzte sie aus - 4:2. Auf Bernt's Brett neigte sich das
Springer-Endspiel dem Ende zu, und so gut sah es nicht aus - doch es
endete im Remis, und damit war uns der zweite Platz nicht mehr zu
nehmen. So konnte Herbert Schnaithmann sich ganz in Ruhe auf seine
Partie konzentrieren. Leider war der Gewinnweg aber heute nicht zu
finden, und so endete auch dieses Spiel Remis.

Bei mittlerweile wirklich frühlingshaften Temperaturen konnten wir also
den Weg nach Großheppach antreten, um im Schäfergässle als Vizemeister
der Bezirksklasse gemeinsam mit den anderen Meistern die wahrscheinlich
erfolgreichste Saison der Grunbacher Geschichte ausklingen zu lassen.

In unserer Mannschaft trugen hierzu vornehmlich bei:
Georg Nadj -  6,5 aus 8
Günther Döbert - 6 aus 9
Bernt Hildenstein - 5 aus 8

sowie unsere "Ersatz"-Spieler Ulf Hermann (5 aus 5) und Stephan Schwarz
(4,5 aus 6).

Frank Dietermann

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