Knappe Niederlage für Grunbach 1 zum Saisonauftakt in der Oberliga

Grunbach 1 ist mit einer unglücklichen 3,5:4,5-Niederlage beim BW-Liga-Absteiger Biberach in die neue Oberligasaison gestartet. Dabei ließ die Mannschaft mehrere gute Chancen liegen, wobei die Zeitnot eine entscheidende Rolle spielte.

Den Auftakt machten zwei unspektakuläre Remis: Alexander Siopidis (5) und Rainer Birkenmaier sowie Berthold Rabus (4) und Achim Engelhart einigten sich jeweils auf eine Punkteteilung.
Anschließend geriet Grunbach unerwartet in Rückstand. Vasileios Telioridis (6) hatte gegen Ana-Maria Bursan lange schlechter gestanden, dann jedoch die Initiative übernommen und die Partie zu seinen Gunsten gedreht. In der Zeitnotphase fiel er in einer wilden Stellung (weiße Bauern auf g7 und h6, schwarze auf c2 und d3) schließlich einer Taktik zum Opfer.
Kurz darauf teilten auch Guido Vielsack (1) und Oliver Weiß den Punkt. In einer scharfen Stellung mit entgegengesetzten Rochaden forcierten beide in Zeitnot durch Zugwiederholung das Remis.
Zwei Siege von Oskar Volk (3) und Linda Gaßmann (7) brachten Grunbach zwischenzeitlich wieder in Führung.
Oskar hatte gegen Andreas Schulze einen starken Königsangriff und laut Computer eine klar gewonnene Stellung auf dem Brett. Den entscheidenden Durchbruch fand er jedoch zunächst nicht. Erst ein krasser Zeitnotfehler des Biberachers brachte die Wende und bescherte Oskar den vollen Punkt.
Auch in Lindas Partie spielte die Zeitnot eine entscheidende Rolle. Sie hatte gegen Tobias Merk lange Zeit schlechter gestanden, ehe ihr Gegner eine Springergabel übersah und dadurch die Dame gegen zwei Leichtfiguren verlor. Den daraus resultierenden materiellen Vorteil verwertete Linda anschließend sicher.
Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich allerdings bereits ab, dass es für Grunbach nicht zum Mannschaftspunkt reichen würde. Sowohl Tamas Balo (2) als auch Dirk König (8) hatten schwierige Stellungen auf dem Brett.
Dirk hatte sich zuvor aus einer eingeengten Position befreit und stand sogar auf Gewinn, als auch ihm die Zeitnot zum Verhängnis wurde. Er konnte die korrekte Angriffsfortsetzung nicht mehr vollständig berechnen, verlor im 38. Zug eine Figur und musste kurz nach der Zeitkontrolle seinem Gegner Timo Störkle zum Sieg gratulieren.
Tamas kämpfte gegen Niklas Wunder nach Verwicklungen am Damenflügel mit einem Turm gegen einen Läufer und drei Bauern um den Ausgleich. Auch er verrechnete sich in Zeitnot und opferte einen Springer, den er nicht mehr zurückgewinnen konnte. Damit ging auch diese Partie letztlich verloren.

Unterm Strich bleiben für Grunbach zwei verpasste Mannschaftspunkte. Lange nachtrauern sollte man den vergebenen Chancen jedoch nicht: Bereits in zwei Wochen steht das erste Heimspiel der Saison gegen Sontheim auf dem Programm.

Berthold Rabus

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