Schon eine Woche nach unserer unerwarteten Niederlage gegen die 5. Mannschaft mussten wir bereits erneut, etwas ersatzgeschwächt, ran als Gast bei der 4.Mannschadt der SG Schwäbisch Gmünd .
Wir erhielten dann sofort einen Brettpunkt, da der Gegner von SF Klaus Stöckler (8) nicht antrat.
Infolge einer unglücklichen Entscheidung, im 20. Zug seine Dame nach b7, statt richtigerweise nach f7 zu ziehen, wo sie ungedeckt war, verlor SF Ulf Herrmann nach einem zwingenden Abtausch eine Leichtfigur und gab entnervt auf.
SF Hermann Reicherter (4) konnte nach einem Damenzug auf h6 erreichen, dass der gegnerische König ohne Rochademöglichkeit auf g8 ziehen musste, mit der Folge, dass sein eigener Turm auf h8 völlig eingesperrt und dauerhaft aus dem Spiel war. Mit faktisch einem Turm mehr und einer riesigen Bauernwalze mit 5 Bauern auf der 5. Reihe war es daher nur eine Frage der Zeit, bis nach einem Turmzug auf die 7. Reihe im 20.Zug Matt oder Damenverlust drohte, was sich der Gegner aber nicht mehr zeigen lassen wollte.
SF Thomas Rüdiger (5) kam überhaupt nicht ins Spiel und konnte dem druckvollen Spiel seines Gegners schließlich nicht mehr standhalten und gab im 36. Zug, auf als er 2 Leichtfiguren weniger hatte, auf.
SF Felix Krüger (7) vernachlässigte die Entwicklung, nachdem bis zum 23.Zug noch beide Springer, ein Läufer und ein Turm noch auf den Ausgangsfeldern standen. Der Gegner konnte deshalb mit beiden Türmen mühelos die 2. Reihe besetzen, worauf das drohende Matt nicht mehr zu verhindern war.
SF Harald Baiker (3) war als Anziehender in den Feinheiten der Sweschnikov-Variante des Sizilianers nicht bewandert und verlor durch 3 falsche Züge im 18., 19. und 20. Zug, jeweils im nachfolgernden Zug einen Bauern, also 3 Bauern in 3 Zügen. Durch mehrfaches Abtauschen der Türme und Springer verblieb ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, welches der Gegner trotz verbliebener zwei Mehrbauern, – ein Freibauer auf B2 vor dem Umwandlungsfeld -, nicht gewinnen konnte. Etwas verärgert akzeptierte er im 65. Zug das zwingende Remis.
Es stand nun 3,5 : 3,5 Brettpunkten, weshalb der Ausgang des Spiels am 1. Brett die Entscheidung bringen musste. Der Gegner von SF Michael Graf (1) konnte nach ein Läuferzug von Michael einen Platz für seine Dame nur noch durch das Opfer einer Leichtfigur finden. Nach Turmverdoppelung auf der E-Linie, bei unzureichender Entwicklung des Gegners und einem in der Mitte steckengebliebenen König, übersah Michael zwar im 34. Zug einen Damengewinn nach Te8 +, dies spielte allerdings keine Rolle, nachdem der Gegner 2 Züge später nach Lg5+, in ein Mattnetz geriet und aufgab.
Mit etwas Glück und viel Kampf haben wir uns damit knapp, aber nicht unverdient, die ersten Mannschaftspunkte in dieser Saison geholt.
Jetzt gilt es, am 9.11.2025 zuhause gegen SU Schorndorf 2 an diese Mannschaftsleistung anzuknüpfen.
Harald Baiker