Im letzten Spiel in der Bezirksklasse West in diesem Jahr folgte auf die deutliche Niederlage gegen Bettringen im November nun eine weitere herbe Packung.
SF Ulf Herrmann (3) gab im 19.Zug auf, als er nach einer Abtauschkombination ersatzlos eine Leichtfigur verlor. SF Jürgen Angott (6) remisierte im Damen- und Turm-Endspiel bei ausgeglichener Stellung im 26.Zug.
SF Bernt Hildenstein (2) übersah nach seinem Springerzug auf b5, dass die Figur zwar gedeckt ist, jedoch dennoch von der gegnerischen Dame geschlagen werden konnte, da der den Springer deckenden Bauer gefesselt ist und das Matt nur durch Damenopfer abgewendet werden könnte. Bernt ließ sich dies nicht mehr zeigen und gab auf.
SF Herrmann Reicherter (5) konnte bereits im 11. Zug eine Leichtfigur gewinnen und seinen Springer als Stachel im gegnerischen Lager auf D3 etablieren, mit der Folge, dass der Gegner im 20. Zug aufgab.
SF Thomas Rüdiger (7) sah sich im Endspiel einem aktiveren Springer und König gegenüber, dem er mit seinem Läufer nichts entgegen setzen konnte, worauf sich der Partieverlust bald abzeichnete.
SF Lothar Stahl (8) konnte im Endspiel, jeweils mit Turm und Leichtfigur, die Umwandlung eines Freibauern auf der c-Linie nur durch Verlust einer Leichtfigur abwenden, weshalb er aufgab.
SF Michael Graf (1) hatte im 20. Zug Schwierigkeiten, einen Platz für seinen Turm zu finden und musste sich mit einem Qualitätsverlust abfinden, der mehrere Züge später nochmals eine Figur kostete, weshalb er die Partie aufgab.
Der Gegner von SF Harald Baiker (4) hatte bereits im 20. Zug eine Leichtfigur verloren, einen Mittelbauern weniger, eine schlechtere Stellung und 30 Minuten weniger Bedenkzeit. In höheren Ligen würde man deshalb aufgeben. Nicht jedoch in dieser Liga, und nach anschließenden unverständlichen Zügen und unnötigem Zeitverlust drehte die Partie. SF Harald kam schließlich selbst in Zeitnot und gab die Partie auf, als er noch einen Turm sinnloserweise einstellte.
Wir hatten damit zuhause mit 6,5 Brettpunkten gegen 1,5 Brettpunkten verloren und überwintern in einem Platz auf den hinteren Tabellenrängen. Es bleibt zu hoffen, dass wir im neuen Jahr wieder punkten, um unser Ziel des Klassenerhalts nicht aus den Augen zu verlieren.
Harald Baiker