Zum zweiten Spieltag der Saison traten wir auswärts in Schorndorf an. Im Vergleich zum Auftaktspiel fehlten mehrere Stammspieler, zudem mussten wir kurzfristige Ausfälle verkraften. Glücklicherweise sprang Robert spontan ein, sodass wir immerhin zu siebt antreten konnten.
Die Begegnung gestaltete sich zunächst über weite Strecken ausgeglichen, alle Partien bewegten sich lange Zeit im Rahmen der Remisbreite.
Den ersten vollen Punkt für unser Team holte Alessandro an Brett 6. Trotz mehrerer Remisangebote seines Gegners zeigte er Kampfgeist, spielte konsequent weiter und konnte seine Partie verdient gewinnen.
An Brett 2 hielt David seine Stellung lange ausgeglichen, doch ein übersehenes Grundreihenmatt über die lange Diagonale durch die gegnerische Dame besiegelte leider seine Niederlage.
Calvin an Brett 1 spielte eine positionelle und ruhige Partie. Nach einem Bauerngewinn konnte er diesen Vorteil im weiteren Verlauf souverän in einen Sieg umwandeln.
An Brett 4 rochierte der Gegner entgegengesetzt zu Thomas L., was zu einem offenen und taktisch geprägten Spiel führte. Mit einer Kombination gewann Thomas die Qualität und öffnete gleichzeitig die gegnerische Königsstellung. Im anschließenden Endspiel mit drei Mehrbauern ließ er nichts mehr anbrennen und gewann sicher.
Jochen an Brett 5 geriet früh in Nachteil, verlor eine Figur, konnte jedoch zwischenzeitlich die Qualität zurückgewinnen. Trotz großer Gegenwehr musste er sich im Endspiel mit Turm gegen zwei Springer geschlagen geben.
Robert an Brett 7 zeigte eine starke Leistung gegen einen nominell deutlich stärkeren Gegner. Mit solidem Spiel und einem Figurengewinn legte er den Grundstein für seinen Sieg – ein wichtiger Punkt für die Mannschaft.
Zwischenstand: 4:3 für uns. Die Entscheidung über Sieg oder Punkteteilung fiel somit an Brett 3, wo Thomas H. in einem spannenden Turmendspiel kämpfte. Die Partie wurde inzwischen unter aufmerksamer Beobachtung aller Anwesenden fortgeführt – unter ihnen auch die
Spieler der 4. Grunbacher Mannschaft, die auf dem Rückweg von ihrem erfolgreichen Spieltag einen Zwischenstopp einlegten.
Thomas hatte zwar mehr Bauern, allerdings standen die gegnerischen Bauern weiter vorne, und sein König war etwas passiver positioniert. Zudem hatte die Gegnerin einen deutlichen Zeitvorteil. In „normalen“ Situationen hätte man sich wohl auf ein Remis verständigt, doch angesichts der Mannschaftssituation wurde weitergespielt. Nach langem Kampf musste sich Thomas schließlich geschlagen geben.
Endstand: 4:4
Ein hart umkämpftes und insgesamt wohl gerechtes Unentschieden. Für uns als Aufsteiger bedeutet das einen weiteren wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt – und die Erkenntnis, dass wir auch in Unterzahl gegen starke Gegner bestehen können.
Thomas Lieb