Heftige Niederlage für Grunbach 1 gegen Sontheim

Am zweiten Spieltag der Oberliga empfing Grunbach die erste Mannschaft des SK Sontheim (Brenz). Da zwei Spieler der Gäste bei den Deutschen Jugendländermeisterschaften im Einsatz waren, werden die betreffenden Begegnungen in einer Woche nachgeholt. Im ersten Teil des Spieltags war Grunbach nominell leicht favorisiert, musste sich am Ende jedoch deutlich mit 1,5:4,5 geschlagen geben. Damit steht der Mannschaftssieg für Sontheim bereits vor den beiden noch ausstehenden Partien fest.

Recht schnell einigten sich Berthold Rabus (6) und Edwin Riefner auf Remis. Vasileios Telioridis (7) lehnte ein Remisangebot von Jürgen Ullmann ab. Anschließend übersah er jedoch einen Bauernvorstoß und verlor dadurch die Qualität. Seine Stellung brach daraufhin rasch zusammen.

Philipp Wagner (8) opferte gegen Jonas Schalamon eine Qualität, um Initiative am Königsflügel zu erhalten. Der Sontheimer gab den Materialvorteil umgehend zurück, um die Stellung im Gleichgewicht zu halten. Kurz darauf stellte Philipp einen Bauern ein. Sein anschließendes Figurenopfer war verfrüht und brachte nicht den erhofften Erfolg. Im Endspiel verblieb er schließlich mit einer Minusfigur und musste aufgeben.

Tamas Balo (4) lieferte sich mit Sören Pürckhauer eine scharfe Partie. Der Sontheimer wehrte jedoch sämtliche Angriffsversuche ab und erreichte ein Turmendspiel mit einem Mehrbauern, bei dem es sich zudem um einen entfernten Freibauern handelte. Erstaunlicherweise bewertet das Schachprogramm diese Stellung als völlig ausgeglichen und bescheinigt beiden Spielern eine korrekte Spielweise bis zum Remisschluss. Bei Spyridon Skembris (1) und Thomas Brückner blieb die Stellung in einer positionell geprägten Partie bis ins Endspiel innerhalb der Remisbreite. Die Punkteteilung war daher die logische Folge.

Jan Dietzel (2) wählte gegen Kevin Walter ein Gambit, für das er mehr als ausreichende Kompensation erhielt. Im weiteren Verlauf fand er jedoch nicht die beste Fortsetzung und geriet leicht in Nachteil. In aufkommender Zeitnot gewann die Partie zunehmend taktischen Charakter, was auf beiden Seiten zu Ungenauigkeiten führte. Jan opferte schließlich eine Qualität, um einen Königsangriff zu initiieren. Dieser blieb aber ohne durchschlagenden Erfolg, während ein Sontheimer Freibauer im Gegenzug die Partie entschied.

In den beiden noch ausstehenden Nachholpartien kann Grunbach nun höchstens noch Schadensbegrenzung betreiben. Mitte November steht bereits das nächste Ostalbduell gegen Schwäbisch Gmünd an, das zugleich ein Kellerderby ist. Die Gmünder sind ebenfalls mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet und stehen gemeinsam mit Grunbach am Tabellenende.

Berthold Rabus

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