Die Ausgangslage vor dem letzten Heimspiel war klar. Wenn unsere 5. Mannschaft gegen den Mitabstiegskandidat SG Schwäbisch Gmünd IV gewinnt, genügt der 4. Mannschaft ein Remis gegen die Schachfreunde aus Spraitbach, um nicht abzusteigen.
SF Ulf Herrmann (3) übersah einen Springereinschlag auf f7, der die Linie für einen Läuferangriff des Gegners auf seinen Turm b8 freilegte. Mit einer Leichtfigur weniger gab Ulf im 32.Zug auf.
SF Hermann Reicherter (5) einigte sich im Endspiel Läufer und Dame gegen Springer und Dame auf remis. Auch SF Thomas Rüdiger (6) konnte im Turmendspiel mit seinem König nicht in die gegnerische Stellung eindringen und nahm das Remisangebot des Gegners an.
SF Lothar Stahl (7) geriet nach seiner Rochade ab dem 12. Zug unter dauerhaften Königsangriff, dem er schließlich nicht mehr standhalten konnte und im 35. Zug aufgab.
SF Michael Graf (1) einigte sich mit dem Gegner bei ausgeglichener Stellung auf Remis.
SF Harald Baiker (4) konnte nach mehrfachen Tempogewinnen in der französischen Eröffnung mit seinem Bauern auf F 5 vorziehen, den gegnerischen Bauern im 19.Zug auf e6 schlagen und nach dem Zurückschlagen mit dem Bauern f7xe6, ein vernichtendes Schachgebot mit der Dame auf g6 gegen den unrochierten König geben, worauf in den nächsten 3 Zügen der Gegner den Turm und eine Leichtfigur verlor und deshalb den Kampf im 23. Zug aufgab.
Unser jüngster Ersatzmann SF Jamie Coronel (8), geriet in eine schwierige Situation, als der Gegner im 24. Zug mit Ta1, und einem Springer in seine Königstellung eindrang und mit einzügigem Matt drohte. Jamie konnte sich jedoch mit starken Zügen befreien, worauf die anschließend ausgeglichene Partie mit Remis endete.
SF Bernt Hildenstein (2) hatte ein, wie es schien, ausgeglichenes Endspiel mit je Dame und einem Turm. Durch seinen Turm auf H8 und einem starken Damenzug, der ein 2-zügiges Matt, beginnend mit Dame f8 drohte, musste der gegnerische König von G7 auf Wanderschaft nach H6 gehen. Nach einem Turm-Schach auf h8 und einem abschließenden weiteren Schachgebot mit dem Bauern auf h4, geriet der gegnerische König auf ein Feld mit einem anschließenden Schachgebot der Dame und gleichzeitigem Angriff auf den ungedeckten Turm. Warum der Gegner trotz des Turmverlusts, weiterspielte, war zwar nicht nachvollziehbar. Bernt forcierte den Damentausch, worauf der Sieg klar war.
Der Mannschaftskampf endete damit mit 4: 4 Brettpunkten. Wir richteten daher unsere ganze Aufmerksamkeit und Hoffnung auf die Spiele der 5. Mannschaft, die ebenfalls Heimspiel hatte. Leider verlor die 4. Mannschaft knapp mit 3,5 : 4,5 Punkten gegen die SG Schwäbisch Gmünd IV, worauf nunmehr die beiden Grunbacher Mannschaften auf den beiden letzten Plätzen der Abschlusstabelle mit 4 bzw. 5 Mannschaftspunkten als Absteiger auf der Bezirksklasse Ostalb feststehen.
Wir müssen sehen, ob wir in der nächsten Saison besser aufgestellt, bzw. vollzähliger spielen können. Dennoch haben alle Spieler für ihren Einsatz ein dickes Lob verdient.
Harald Baiker