Die Schachverbände Württemberg und Baden wollen im Jahr 2027 fusionieren. Dabei erfolgen grundsätzlich auch Neuzuschnitte von Bezirken. In Ostalb ändert sich nach den Plänen wenig. Vier Vereine rund um Schwäbisch Hall sollen neu dem Bezirk zugeordnet werden. Als klassischem "Grenzverein" zwischen den Bezirken Stuttgart und Ostalb haben wir grundsätzlich die Möglichkeit zu einem Antrag auf einen Bezirkswechsel nach Stuttgart. Dort sind die Fahrtstrecken erheblich kürzer. Im Bezirks Ostalb bauen wir allerdings auf gewachsene Beziehungen über Jahrzehnte. Für diese schwierige Frage in der Abwägung - Wechseln oder Bleiben - ist uns die Meinung der Mitglieder wichtig. Daher wollen wir auf dieser Seite informieren, aber auch Eure Meinung hören.
Abstimmung
Stand: 3.4.2026
- 17x Das würde ich sehr begrüßen
- 13x Ich bin für einen Wechsel offen
- 0x Es ist mir nicht wichtig
- 5x Ich bin eher dagegen
- 2x Ich lehne den Bezirkswechsel ab
Hinweis gemäß DSGVO: Die Angaben auf dieser Seite sind freiwillig. Jeder Teilnehmer erhält ein Rückmail mit den zur Verfügung gestellten Angaben zur Information. Die Daten werden in einer Exceltabelle verwaltet und stehen dem Vorstand für die Frage des Bezirkswechsels zur Verfügung.
Schachbezirk Ostalb
Entfernungen Ostalb
In Landes- und Bezirksliga gibt es aktuell einen großen Schwerpunkt im Osten.
- 24 Vereine (ohne Grunbach; nach Fusion 28), ca. 1.300 Schachspieler
- Alle Vereine Ø 61 km, 48 min., (nach Fusion steigend durch Zuordnung Gerabronn, 2xSchw. Hall und Gaildorf)
- Anzahl Vereine >60km: 14 (58%)
- Anzahl Vereine <30km: 3 (13%)
- Landesliga Ø 66km, 51min.
- Kreisklasse Ø 35km, 29 min.
- Größte Entfernung 103km (Sontheim)
- Kleinste Entfernung 11km (Schorndorf)
Umfeld:
- Geringere Konkurrenz um (wenige) Qualifikationsplätze
- Gewohnte Wege, Netzwerke und Spielpartner, man kennt sich
- Familiäre Atmosphäre, da deutlich weniger Schachspieler im Bezirk. Man trifft schneller "Bekannte"
Bezirkswechsel-Umfrage
Jede Teilnahme an der Umfrage wird zeitnah bestätigt und ist freiwillig.
Schachbezirk Stuttgart
Entfernungen Stuttgart
Es gibt einen großen Schwerpunkt der Vereine im Rems-Murr-Kreis.
- 44 Vereine (ohne Grunbach), ca. 2.100 Schachspieler
- Entfernung alle Vereine Ø 32 km, 34 min.
- Anzahl Vereine >60km: 1 (2%)
- Anzahl Vereine <30km: 22 (50%)
- Landesliga Ø 25km, 28 min.
- Kreisklasse Ø 17km, 19 min.
- Größte Entfernung 71 km (Nagold)
- Kleinste Entfernung 9 km (Rommelshausen und Waiblingen)
Umfeld:
- Neue spannende Gegner
- Viele Spielorte mit ÖPNV erreichbar
- Deutlich kürzere Entfernungen für >95% unserer Mitglieder, gilt neben Mannschaftsspielen auch z. B. für Kreis-, Bezirks- und Jugendmeisterschaften sowie Funktionärstreffen
- Mehr Qualifikationsplätze für württembergische Meisterschaften, aber auch mehr Konkurrenz
Stimmen der Mitglieder
Stimmen für Bezirkswechsel
- "Der Sprit wird immer teurer. Wenn die Wege dafür kürzer werden, wird zumindest der monetäre Einsatz für die Fahrten zum Spielort nicht größer."
- "Ich bewerte die Spannung auf neue Gegner und kürzeren Fahrzeiten höher als die bekannten Gegner der Ostalb."
- "Waiblingen, Rommelshausen, Winnenden ist angenehmer als Leinzell, Spraitbach, Schw Gmünd. Vermutlich kann eher auf öffentliche ausgewichen werden, von mehr Stau ist sonntags vormittags wohl nicht auszugehen."
- "Ich hätte nichts gegen einen Wechsel. Unsere höherklassigen Mannschaften hätten vor allen Vorteile, da sie nicht mehr so weit fahren müssten."
- "Ich habe als Spieler früher im Bezirk Stuttgart gespielt, kenne daher von damals einige Vereine aus direktem Erleben."
Neutrale Kommentare
- "Die Entscheidung wird diverse Vorteile und Nachteile haben. Eine potenzielle Änderung wird Änderungsaufwand verursachen. Dies wird hauptsächlich vom Vorstand bewerkstelligt werden müssen."
Stimmen gegen Bezirkswechsel
- "Ich habe tatsächlich bereits ein kleines Personennetzwerk"
- "Ist der Spielort aber hinter Stuttgart wird es vom Verkehr auch wieder blöd, da man durch Stuttgart hindurch auch ausgebremst wird. Strecken werden zwar kürzer aber die Fahrtzeiten nicht im gleichen Maß."
- "Ich bin kein Stadtmensch und wäre eher für einen Verbleib im Bezirk Ostalb."
- "Aus bekannten Gründen (Wohnort) ist das für mich sehr unattraktiv. Aber: Bis das spruchreif wird, bin ich 70, also wahrscheinlich eh kein großer Faktor mehr..."
- "man kennt sich…"
- "Ich bin zwar nur passives Mitglied, aber ich denke die langjährigen Beziehungen sind wichtig."
Informationen zur Fusion
Präsidien der Schachverbände Baden und Württemberg haben in einer gemeinsamen Sitzung am 01.04.2023 beschlossen Fusionsbemühungen voranzutreiben und idealerweise im Jahr 2027 zu fusionieren. 2006 waren damalige Fusionsbemühungen noch am Widerstand vor allem aus Südbaden gescheitert. Seither wurde die Zusammenarbeit in vielen Bereichen (z.B. Leistungssport, gemeinsame Oberliga, Senioren, Jugend, Ausbildung) stärker vorangetrieben.
Neue Ligastruktur nach Fusion
Neue Verbandsebene: (zukünftig 82, heute 72 Mannschaften)
- Oberliga (1 Staffel, 12 Mannschaften, entspricht heutiger Oberliga BW mit 12 Mannschaften)
- Verbandsliga (2 Staffeln mit 10 Mannschaften pro Staffel, entspricht heutiger Oberliga mit 2x 10 Mannschaften)
- Landesliga (5 Staffeln mit 10 Mannschaften pro Staffel, entspricht heutiger Verbandsliga mit 4x 10 Mannschaften in Baden und Württemberg)
Neue Bezirksebene:
- Bezirksoberliga (i.d.R. 1 Staffel je Bezirk, mit 10 Mannschaften pro Staffel, entspricht heutiger Landesliga, aber vergrößerter Bezirk mit 4 neuen Vereinen rund um Schw. Hall)
- Bezirksliga (entspricht heutiger Bezirksliga)
- Kreisliga (entspricht heutiger Bezirksklasse West)
- A-Klasse (entspricht heutiger Kreisklasse)
- und eventuell weitere Klassen je nach Bezirksturnierordnung.
Warum eigentlich eine Fusion?
- Ehrenamtliche entlasten, halten und gewinnen: weniger Gremien und Sitzungen, Personen notwendig und reduzierte Kosten.
- Freiräume schaffen, um neue Themen z.B. Vereinsberatung, Schach960, Inklusion, … anzugehen, da weniger Ehrenamtliche für die Verwaltung benötigt werden.
- Effizientere Struktur durch zentrale Umsetzung für größere Anzahl Schachspieler, z.B. Turniere und Veranstaltungen übergreifend.
- Doppelstrukturen einsparen und Kosten senken, z.B. IT-Infrastruktur und die Öffentlichkeitsarbeit können gemeinsam erfolgen.
- Spielbetrieb könnte durch den größeren Raum mit kürzeren Fahrtstrecken erfolgen.
- Vorteile in Gebieten mit wenigen Vereinen durch Wegfall der Verbandsgrenzen.
- Qualität und Attraktivität von Verbandsturnieren steigt aufgrund mehrerer / stärkerer Teilnehmer, wobei aber auch die Entfernungen zunehmen.
Mögliche Nachteile:
- Wegfall von Qualifikationsplätzen für Deutsche Meisterschaften
Größerer Verband (dann ca. 18.000 Mitglieder) erfordert in manchen Bereichen verstärkte oder gar professionellere Strukturen, z.B. Finanzen, Steuern, …
Neugliederung der Bezirksebene kann zu Widerständen oder zu Verlust von Engagement führen.
Neue Bezirkseinteilung nach Fusion
Bezirk Stuttgart vollständig unverändert, Bezirk Ostalb wie bisher zuzüglich SK Schw. Hall, Post-SG Schw. Hall, TSV Gerabronn, SV Gaildorf/Fichtenberg
Wichtige Änderungen zum heutigen Spielbetrieb
- Mannschaftsgröße beträgt 24 Spieler (heute 16), von denen mindesten 8 Stammspieler sein müssen.
- Zusätzlich zum Stammplatz kann ein Spieler in zwei (heute 1) ranghöheren Mannschaften als Ersatzspieler gemeldet werden.
- Es gibt die Pflicht zum „Aufrücken“. Das „Freilassen“ nicht besetzter Bretter gehört der Vergangenheit an. Freigelassen werden kann nur von hinten.
Zeitplan
- 2023: Beschluss der Präsidien Fusionsverhandlungen aufzunehmen
- 2024: Kommission zur Fusion nimmt Arbeit auf
- 02/2025: Kommission empfiehlt Zusammenschluss
- 04/2025: Neutrale Experten (bezahlte Professoren) schlagen 8 Bezirke gleichgroße auf Basis moderner Verkehrswege vor. Grunbach liegt etwa mittig in einem neuen Bezirk (etwa Stuttgart bis Esslingen und Murrhardt bis Nürtingen), Fahrtwege für Grunbach dadurch deutlich verkürzt.
- 06/2025: Bezirksleitertreffen verwirft Expertenvorschlag und schlägt neue Variante mit 10 Bezirken vor. Hierbei bleibt der Schachbezirk Ostalb erhalten und wird um 4 Vereine rund um Schwäbisch Hall ergänzt. Fahrtwege für SC Grunbach dadurch deutlich erweitert. Vorstand SC Grunbach (König/Hauser) missbilligt den Plan.
- 07/2025: Arbeitsgruppen sollen Details ausarbeiten
- Es soll wohl das Recht für Randvereine (auch SC Grunbach) geben, sich für den Nachbarbezirk zu entscheiden. Dies wird aber wohl in der Weise eingeschränkt, dass dadurch Bezirke nicht unter die Mindestgrenze von 1.400 Mitglieder fallen dürfen.
- Der Bezirk Ostalb ist der kleinste der zukünftigen Bezirke und liegt nur wenig über der Grenze. Dies würde bedeuten, das kein Verein den Bezirk Ostalb verlassen darf.
- 2026: Bezirkstage und Regionalkonferenzen
- 04/2027: 2 AO-Verbandstage sollen beschließen
- Wann die neuen Bezirke mit Spielbetrieb starten, ist noch nicht klar. Vermutlich ist das frühestens nach einer Übergangssaison 2027/2028 zur Saison 2028/2029 möglich.